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Sidama (Äthiopien), 20. November 2019 : Bildung einer autonomen Region

Gebiet Sidama (Äthiopien)
┗━ Stellung Staatsteil (Äthiopien) wird Staatsteil mit Autonomie (Äthiopien)
Datum
Vorlage Bildung einer autonomen Region
┗━ Fragemuster Entscheidungsfrage
┗━ Abstimmungstyp Plebiszit → durch Parlament → bindend → Stufe: Selbstbestimmung
Ergebnis angenommen
┗━ Mehrheiten gültige Stimmen
Stimmberechtigte 2'304'577
Stimmbeteiligung 2'279'022 98,89%
Stimmen ausser Betracht 264'721
┗━ Ungültige Stimmen 16'624
┗━ Annullierte Stimmen 248'097
Gültige (= massgebende) Stimmen 2'014'301auf die gültigen Stimmen bezogen
┗━ Ja-Stimmen 1'984'283 98,51%
┗━ Nein-Stimmen 30'018 1,49%
Medien Abstimmungssymbole für Ja und Nein
Bemerkungen Die äthiopische Revolution von 1974 hebt die hergebrachte Autonomie der Sidama auf. Im Machtvakuum von 1991 können sie ihre eigene Region wieder errichten, aber die Verfassung von 1994 gesteht ihnen erneut keine eigene Region zu. Sie zählen 2019 etwa 3 Mio. Köpfe und bewohnen zusammen mit anderen Völkern verschiedene Zonen (= Bezirke) der "Sammelregion" der südlichen Völker und Nationen (Southern Nations, Nationalities, and Peoples' Regional State, SNNPRS).

Im Zuge politischen Liberalisierung unter Ministerpräsdient Ahmed machen die Sidama im ihre alte Forderung wieder geltend, doch die Behörden ignorieren sie, weil sie ähnliche Begehren anderer Völker fürchten. Im Juli geben sie nach, und die Wahlbehörde (NEBE) stimmt am einer Volksabstimmung in diesem Jahr zu. Am legt sie den als Termin und am die Symbole fest: die Shafeta (Gefäss) für ein Ja und die Gojo (= Rundhütte) für ein Nein. Am verschiebt sie den Termin wegen technischer Probleme um eine Woche. Das Parlament des SNNPRS bestimmt am mit 168 zu 55 die eigene Hauptstadt Hawassa zur zukünftigen Hauptstadt der Region Sidama. Die Wählerregistrierung findet vom 6. bis statt.

Obligatorisches Referendum nach Art. 47 Abs. 3 der Verfassung zur Errichtung neuer Regionen. Am Abstimmungstag sind Behörden und Geschäfte geschlossen, damit alle ihr Stimmlokal aufsuchen können. Endergebnis der NEBE vom . Sie stellt Unregelmässigkeiten in 233 von 1861 Stimmlokalen fest und annulliert daher in 169 davon, d. h., 248'097 Stimmzettel. Bei den restlichen Beanstandungen beträgt die Differenz weniger als 10 Stimmen, was sie als tolerierbar ansieht.

Quellen
Vollständigkeit Endergebnis
Letzte Änderung